Dienstag, 19. Mai 2015

Turiner Tapetenwechsel



 












[Foto: Carola Ripamonti; Designlines]

Dass generationsübergreifendes Wohnen ziemlich cool aussehen kann, beweist dieses Projekt in Turin. Im Zentrum der piemontesischen Metropole hat das Architekturbüro UdA Architetti eine Wohnung aus den Dreißigern umgebaut und ein Experiment gewagt: mit maßgeschneiderten Einbauten, Farben, Kunst und Designmöbeln. Ihre Inspiration? Die Gemälde des italienischen Malers Giorgio de Chirico. Weiterlesen ...

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Aufgesetzt: Brillen [Marimekko]

























[Fotos: Marimekko]

Die passenden (Sonnen-)Brillen zum munteren Sommerlook mit Streifen, Punkten & Co. hat das finnische Label Marimekko im Programm. Ziemlich groß sind die Exemplare geraten und eines macht sogar mit im skandinavischen, scheinbar unvermeidlichen Hipster-Wettbewerb "Brille, mach mich hässlich, bitte!" Wer will, macht mit!

www.marimekko.com 


Dienstag, 12. Mai 2015

Lesestoff: Grexit deluxe














 

[Foto: Ioanna Roufopoulou; Designlines]

Was für eine Lage: Auf der Kykladeninsel Syros hat das Athener Architekturbüro Block722 zwei Ferienhäuser gebaut. Hoch über dem Meer geschickt in den Fels gesetzt, bleibt das luxuriöse Interior der weiß getünchten Villen beinahe verborgen. Die Hauptrolle spielt die Aussicht – eine Auszeit auf Griechisch. Weiterlesen:

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Sonntag, 10. Mai 2015

Tischlein deck dich! [Neptune]










[Fotos: Neptune]

Neptune hat sein neues Sortiment für Tisch und Tafel präsentiert. Wohnen auf dem Land, könnte das Motto sein. Mit einem gewissen Großstadt-Look. Eine helle Farbpalette mit Weiß- und Grautönen, schlichte Formen, haptisch schöne Materialien. Teller, Vasen, Schalen, Textilien, Körbe, Kerzenhalter. Neptune ist ein britischer Hersteller, der auch Küchen und Möbel herstellt. Wie praktisch, dass es zur rustikal angehauchten Kollektion passende Accessoires gibt!

www.neptune.com


Samstag, 9. Mai 2015

Entdeckt: Lilly Ingenhoven [Autumn/Winter 2015/16]
































[Fotos: Lilly Ingenhoven]

Bodenlange Kleider schwingen. Ein Bein blitzt hervor. Ein dunkelblauer Pullover mit grauen Ärmeln. Darunter ein weißer Blusenkragen. Ein extrem kurzes Minikleid mit hochgeschlossenem Oberteil. Lilly Ingenhoven ist zwar erst 24 Jahre alt. Aber sie weiß, was sie will. Die Münchnerin produziert ihre schlichten und oft kontratreichen Kleidungsstücke ausschließlich in Deutschland und feiert alte Handwerkstechniken. Klare Silhouetten, cleane Schnitte und reduzierte Farben wie Grau, Schwarz und Dunkelblau kennzeichnen ihre Kollektionen. „Meine Kundin soll sich keinesfalls verkleiden. Ihre Ausstrahlung, Lebensenergie und -erfahrung soll mit meiner Mode harmonieren“, sagt die Designerin. Schön!

Nachlese(n): Tower Power















 
[Foto: Designlines]

Eins plus sechs gleich eins. Im australischen Alphington steht ein Einfamilienhaus, das aussieht wie ein Dorf. Das Architekturbüro Andrew Maynard Architects hat einen Bestandsbau um sechs Gebäude ergänzt, die im Inneren miteinander verbunden sind. Gruppiert um einen lauschigen Garten, bilden sie ein luftiges Ensemble mitten in der Stadt. Weiterlesen:

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Mittwoch, 6. Mai 2015

Aufgestöbert: Papiertüte [Kolor]
























[Fotos: Kolor]

Zeitschriften, Wäsche, altes Zeugs. Wohin nur mit all dem Krimskram? Wegschmeißen? Aufheben? Wer sich nicht trennen kann von seinen Dingen, der verstaut sie formschön in dieser Papiertüte des Berliner Labels Kolor. Schön ist das neonpinke grafische Muster und der umgekrempelte Rand in Altpapier-Optik. Vorgestellt auf der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente im Februar, kann man das gute Stück nun für etwa sechs Euro kaufen. Wunderbar!

www.kolor.de

Donnerstag, 30. April 2015

Ausprobiert: Kompostierbare Kaffeekapseln [Espresso 1882, Caffè Vergnano]




























[Fotos: C. Hoff]

Als ich mir, nach langen Überlegungen, letztes Jahr eine Nespresso-Kaffeemaschine kaufte, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Weil ich mit den Kapseln so viel Müll produziere. Und mich einer unglaublichen Marketing-Beschallung aussetze. Bis mir jemand von Caffè Vergnano erzählte. Das italienische Familienunternehmen hat Kaffeekapseln in den Geschmacksrichtungen Cremoso, Arabica, Intenso, Decaf, Bio und Lungo Intenso auf den Markt gebracht, die kompatibel mit allen Nespresso-Maschinen sind. Das Schönste aber: Die Kapseln sind aus biologisch abbaubaren Kunststoff hergestellt und kompostierbar! Aus Neugierde habe ich drei Geschmacksrichtungen von Espresso 1882 bestellt und ausprobiert. Mein erster Eindruck: Auch hier gibt es ganz schön viel Verpackung, denn jede Kapsel ist einzeln verpackt und dann auch noch in einem Karton verstaut. Die Crema der Sorte Cremosa ist zwar nicht ganz so dicht wie bei den Nespresso-Varianten, schmeckt aber gut, vor allem als Cappuccino oder Espresso macchiato. Mein Fazit: Vielleicht steige ich nicht völlig aus dem ungeliebten Nespresso-System aus, das mit seinen vielen Geschmacksrichtungen sehr verführerisch ist, aber als Abwechslung ist Espresso 1882 auf jeden Fall einen Versuch wert!

www.caffevergnano.com

Dienstag, 28. April 2015

Abgehört: Benjamin Clementine [London]



[Video: Youtube.com]

Ohne Worte.

Sonntag, 26. April 2015

Projekt: Arita 2016
























[Fotos: Arita]

Porzellan hat eine lange Tradition in Japan. Schön, dass in den kleinen Manufakturen rund um das japanische Arita nun auch europäische Designer arbeiten. Für 2016 plant Arita verschiedene Kollektionen. Mit dabei sind BIG-GAME aus der Schweiz, Saskia und Stefan Diez aus München, Christian Haas aus Porto. Scholten & Baijings aus Amsterdam sind auch dabei. Sie haben bereits eine Kollektion auf dem Markt, die bei Rossana Orlandi während des Salone del Mobile 2015 in Mailand ausgestellt wurde. Mehr davon! Wir freuen uns und sind gespannt auf das nächste Jahr!

www.2016arita.com

Im Schaufenster: Hermès [Via Montenapoleone, Mailand]

















































[Fotos: C. Hoff]

Gib Stoff!
Hermès ist unterwegs gewesen und tief eingetaucht in die wunderbare Welt des Ikat – einer aufwändigen Web- und Färbetechnik, die einst über die Seidenstraße nach Europa kam. Doch der französische Luxushersteller webt nicht, sondern bringt die farblich schön changierende Oberfläche des Textils auf hartes Porzellan. Diese kulturelle und haptische Brechung entfaltet ihren ganz eigenen Reiz, scheinen die Dekore doch regelrecht zu wabern über dem weißen Grund.

Dreißig Teile umfasst das Service Voyage en Ikat, das auch durch den 24-karätigen Goldrand sehr elegant aussieht. Benoit Pierre Emery, der künstlerische Leiter des Projekts, hatte noch eine weitere schöne Idee: Teller, Servierteller und Schalen in Smaragdgrün, Saphirblau und Rubinrot sind mit kleinen Sockeln versehen. Stapelt man sie, ergibt sich die Form einer Lotusblüte. Auch sonst ist Voyage en Ikat eine Trouvaille: Das Service wird in Limoges von Hand gefertigt. 

Gesehen im Schaufenster von Hermès in der Via Montenapoleone in Mailand während des Salone del Mobile 2015.

www.hermes.com

Freitag, 24. April 2015

Ausgestellt: Arts & Foods, Rituals since 1851 [Triennale, Mailand]



 












[Foto: Triennale; Designlines]

Welche Nation wäre geeigneter, Kunst und Essen zusammenzubringen, als Italien? Anlass der groß angelegten Ausstellung Arts & Foods, Rituals since 1851 in der Mailänder Triennale ist die Expo Milano 2015, die im Mai unter dem Titel Feeding the Planet, Energy for Life eröffnet wird. Arts & Foods ist ein unterhaltsamer Parcours quer durch die Architektur-, Kunst- und Designgeschichte – mit vielen Geschmacksspitzen und einigen faden Beilagen. Weiter zum Artikel:

www.designlines.de

Fundstücke: Marimekko [Autumn/ Winter 2015]
































[Fotos: Marimekko]

Ausgefüllte Kreise wabern in Schwarz und Pink über Henkeltassen und Taschen. Rote und weiße Rechtecke bedecken Küchenschürzen. Eine farbenfrohe Stadtlandschaft findet sich wieder auf einem Topflappen. Die legendäre Mohnblume ist geometrisch zersprengt in Weiß, Schwarz und Grau. Marimekko gibt sich mit seiner Herbst-/ Winter-Kollektion entweder Schwarz-Weiß oder gewohnt farbenfroh. Das finnische Label präsentierte die neuen Designs während des Salone del Mobile in der Mailänder Galerie von Rossana Orlandi. Wunderschön war das Arrangement der Textilien. Noch schöner allerdings der Blick in den lauschigen, kühlen Garten!