Samstag, 27. September 2014

Schrill Bizarr Brachial. Das Neue Deutsche Design der 80er Jahre [Berlin]

















[Fotos: Bröhan-Museum]

Bröhan-Museum
17. Oktober 2014 bis 1. Februar 2015

Mitte der achtziger Jahre sorgten in den westdeutschen Großstädten Künstler und Designer mit schrillen, bizarren, brachialen, ironischen und zum Teil kitschigen Möbeln und Objekten für Furore. Zum ersten Mal blickt nun eine groß angelegte Ausstellung mit historischem Abstand zurück auf die Bewegung des Neuen Deutschen Designs. Wohl zum letzten Mal hat das deutsche Design in den Achtzigerjahren ganz eigene Ansätze und Konzepte hervorgebracht. Das abrupte Ende des Neuen Deutschen Designs fiel schließlich mit der deutschen Wiedervereinigung zusammen. Die Bewegung ist deshalb auch ein Zeitdokument für ein Deutschlandbild, wie es heute nicht mehr existiert, und eine der letzten großen kulturellen Leistungen der alten Bundesrepublik.

„Schrill Bizarr Brachial“ zeigt alle wichtigen Entwürfe des Neuen Deutschen Designs, darunter Werke von Stiletto, Volker Albus, Heinz Landes, Andreas Brandolini, Axel Kufus, Jasper Morrison, Gruppe Kunstflug. Mehrere Möbel und Objekte sind zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich. Auch einige historische Ausstellungsinszenierungen wurden rekonstruiert, etwa die Ausstellung „Kaufhaus des Ostens“, die 1984, genau vor 30 Jahren, schon einmal an diesem Ort präsentiert wurde – in den Räumen des Deutschen Werkbunds im heutigen Bröhan-Museum. Die Ausstellung macht die Entwürfe der diversen Designer und Designergruppen wieder sichtbar und wirft einen neuen Blick auf diese Strömung der achtziger Jahre. [Text: Museum]
 
 

Freitag, 26. September 2014

Lesetipp: Making of ... Korken
















[Foto: APCOR; Designlines]
 
Er hält sich gern im Hintergrund. Macht er alles richtig, klappt das auch. Doch wehe, er hält sein Versprechen nicht! Dann ist der Weinliebhaber sauer. Es korkt in der Flasche! Dabei ist der Korken ein Universalgenie: gut gestaltet, funktional und nachhaltig noch dazu. Neugierig geworden auf das Wunderding, sind wir an die Algarve gereist und erfahren, wie der Kork vom Baum in die Flasche kommt. Weiterlesen unter: 

www.designlines.de

Mittwoch, 24. September 2014

Sommer auf dem See [Schweiz]





























[Fotos: C. Hoff]

Die Raddampfer queren den See. Menschen winken sich zu. Ihnen hinterher fliegen die Möwen. Über den See, die Stadt hinter sich lassend. Den Bergen, schneebedeckt, entgegen. Die Turbinen arbeiten. Duch eine Scheibe kann ich sie sehen. Oben trinken sie Kaffee. In der ersten Klasse, altmodisch bestuhlt. Der See scheint tief. Ein paar Wellen kräuseln sich. Am Ufer Menschen in der Sonne. Einige auch in Häusern, davor gestutzer Rasen. Grün. Ich will nicht zurück. Für immer bleiben auf dem Dampfer. Der den Vierwaldstätter See quert.

Schönes zur Wiesn [Nymphenburg]

































[Fotos: Nymphenburg]

So schön!

Indem Saâdane Afif Schriftsteller einlädt, zu Werken bildender Kunst zu schreiben, dann wiederum Musiker und Schauspieler auf die so entstandenen Texte reagieren lässt, überträgt er das Visuelle auf andere Sinne. So projiziert er die grundlegende Essenz eines Werks in die Interpretationen verschiedener Künstler und lässt diese verstärkt in Erscheinung treten.

Diese Arbeitsmethode ist effizient und schwungvoll; künstlerische Arbeiten bringen immer neue künstlerische Arbeiten hervor, eine Ausstellung führt zur nächsten, und diese beziehen sich aufeinander und sind miteinander verwoben. An erster Stelle in dieser scheinbar so logischen Entwicklung der Arbeiten steht in Afifs Kunst aber der Aspekt der Verwandlung, der es unterschiedlichen Einflüssen erlaubt von außen auf die Entstehung einzuwirken, die aber immer das schwer fassbare und unübersetzbare Wesen des Kunstwerks suchen. [Text: Nymphenburg]

Saâdane Afif wurde 1970 in Vendôme in Frankreich geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin.

www.nymphenburg.com

Dienstag, 16. September 2014

Lieblingsort: Hotel Ultra [Berlin]





























[Fotos: C. Hoff]

Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, hier kann man nicht übernachten. Nur schöne Dinge kaufen und Kaffee trinken. In der Torstraße 155 in Berlin-Mitte hat Mo Ghandehari seinen Concept Store Hotel Ultra eröffnet. Mit Möbeln von Autoban und Kartell und schönen Krimskrams von Stelton, Menu und Anne Black. Aufgebaut ist der Shop wie ein täuschend echtes Hotel: mit Rezeption und Schlüsselboard, Zimmern (als Präsentationsboxen), Spa (Toiletten) und einem echten Café samt Sonnenterrasse. Das Konzept stammt vom Ladeninhaber, die architektonische Umsetzung von SHE Architekten aus Hamburg. Hingehen und stöbern!

hotelultra.de


Montag, 8. September 2014

Lesetipp: Best of... IFA 2014

















 
















[Fotos: Hersteller]

Die Internationale Funkausstellung (IFA), die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik und Elektrohausgeräte feiert dieses Jahr ihren 90. Geburtstag. Zum Jubiläum hat die Messe ordentlich aufgerüstet, denn auf einer Fläche von knapp 150.000 Quadratmetern stellen über 1500 Hersteller ihre Neuheiten vor und man darf davon ausgehen, dass die Besucherzahl von 240.000 im letzten Jahr geknackt werden wird. Sollten Sie es bis Mittwoch nicht mehr nach Berlin schaffen, haben wir für Sie spannende Neuheiten und Trends für die Küche herausgepickt. Weiter zum Artikel:

Samstag, 6. September 2014

Aufgestöbert: Der große Bär [Piet Hein]























[Foto: Piet Hein Design Shop]

Blau, Grün, Rot, Gelb. Der dänische Designer Piet Hein (1905-1996) entwarf diesen siebenarmigen Kerzenhalter in Regenbogenfarben in den Fünfzigern. Er wird nach dem Himmelsbild Der große Bär genannt. Die einzelnen Arme sind beweglich und können in die gewünschte Richtung positioniert werden. Ein schöner Farbklecks im nahenden Herbst!


Schokolade von Sawade [Stan Hema]




















[Fotos: Stan Hema/ Achim Hatzius]

Sawade ist die älteste Pralinenmanufaktur Europas. Es gibt sie bereits seit 1880. 2013 übernahmen Melanie und Benno Hübel den Schokoladenhersteller aus einem Insolvenzverfahren und beauftragten die Berliner Agentur Stan Hema mit der Markenentwicklung.

Sawade kommt nun in einem ganz neuen visuellen Gewand und durchaus opulent daher. Das zeigt insbesondere das neue Packaging-Design, bei dem nicht nur verschiedene Schichten und Materialien, sondern auch widersprüchliche, nämlich geometrische und organische, Muster aufeinanderprallen. Die Marke Sawade lebt in der Gestaltung vom Spiel der Gegensätze. So inspirierte auch ein historisches Signet zum neuen Markenzeichen. Mit der aktuellen Hausschrift, der zeitgenössischen, präzisen GT Walsheim – entworfen vom Schweizer Typografen Noël Leu –  entsteht dabei ein spannungsreicher Kontrast. Feinsinnig gestaltet sind die Boxen für die köstlichen Pralinen und Trüffel, die überaus elegant anmuten. Während die Deckel in kräftigem Grün und Pink gehalten sind, kommen die Boxen in einem schwarz-weißen geometrischen Muster daher. Einige Deckel sind bedruckt mit historischen Motiven. So schön, dass man sie am liebsten behalten würde!

sawade.berlin


Freitag, 5. September 2014

Unterwegs auf der IFA 2014 [Berlin]






































[Fotos: C. Hoff]

Johann Lafer, der eine Küchenmaschine erklärt (Kennwood). Kaffeevollatomaten, die individuell gestaltetet werden können (Krups). Der Messestand mit der schönsten Dekoration (AEG/ Electrolux). Kaffee mit Vanillegeschmack, der aus kunterbunten Maschinen tröpfelt (Nespresso). Fernseher mit gekrümmten Displays (Samsung). Eine überraschende Leuchteninstallation aus gläsernen Kaffeekannen (Bodum). Kühlschränke in Regenbogenfarben (Bosch). Eine Waschmaschine, umgeben von einer Wand aus Wasser (Siemens). Alte Geräte, neu aufgelegt (Braun). Das Internet als Armband (Samsung). Ein Marktstand mit frischem Obst (Liebherr). Ein Radio in Betonoptik (Tivoli). Noch bis Mittwoch, den 10. September 2014 gibt es all dies und noch viel mehr zu entdecken auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.