Donnerstag, 5. März 2015

Scheen war's! [Wien]








































 













[Fotos: C. Hoff]

Eine Melange, dazu ein Palatschinken, der ist gefüllt mit Marillenmarmelade. Café Prückel. Ringstraßen-Prunk, während im Museum gegenüber Hoffmann gegen Loos kämpft. Herunterlaufend: Mariahilfer und Gumpendorfer. Kleiner Laden an kleiner Laden, holzgerahmt. Vielleicht ein Erdäpfelsalat in der Weinwirtschaft Steman. Es reihen sich aneinander: Holztische, weiß gedeckt. Dazu ein Grüner Veltliner. Während vorn die Raucher sitzen. Mit dem Standard in der Hand. Schlicht und manchmal gar allzu üppig. Gülden glänzend, die Secession. Klar strukturiert indes: das 21er Haus. Dort ausgestellt: Betten, Betten, Betten. Kunst ist überall in Wien. Manchmal malt Schiele die Frauen nackt. Oder die Häuserzeilen in Krummau, wie gewürfelt. Wolken ziehen hinweg über die Stadt. Eine Frau sitzt am Fenster und schaut herab. Was passiert da unten auf der engen Straße? Autos brausen übers Kopfsteinpflaster hinweg, Fahrradfahrer auch. Menschen, Tüten schleppend vom Hofer, zwischendurch einen Kleinen Brauen trinkend. Und über Leben sinnierend. In Wien im März.  

Best of: Küchengeschichte(n)
















[Foto: Gaggenau; Designlines]

Die Küche – sie ist neben dem Badezimmer der Raum des Hauses, der in den letzten einhundert Jahren wohl die meisten technischen, architektonischen und gestalterischen Veränderungen erfahren hat. Und vielleicht ist es gerade diese Möglichkeit zur Veränderung, das fortwährende Voranschreiten, weshalb die Küche so beliebt ist. Kochst du noch oder lebst du schon? – so könnte das Motto von heute lauten, ist die Küche doch wieder ins Zentrum des Hauses gerückt. Otl Aicher indes hat schon vor dreißig Jahren die „Rückkehr in die Küche“ vorausgesagt und ein Küchenkonzept vorgeschlagen, bei dem das Essen als sinnliches Erlebnis verstanden wird. Ob es dafür allerdings vernetzte Elektrogeräte, Betonküchen mit integriertem Kräuterbeet und opulente Küchenblöcke braucht, wie uns einige Hersteller heute weismachen wollen, sei dahingestellt. Klug war jedenfalls Oscar Wilde, der fand: „Die Kultur hängt von der Kochkunst ab.“ Weiterlesen:

www.designlines.de

Samstag, 28. Februar 2015

Küchen/ Möbel. Design und Geschichte [Hofmobiliendepot]



















[© Bundesmobilienverwaltung, Foto: Lois Lammerhuber
Standort: Hofmobiliendepot, Möbel Museum Wien]

Küchen/ Möbel. Design und Geschichte
4. März bis 26. Juli 2015
Hofmobiliendepot, Wien

Die moderne Einbauküche mit normierten Schrankelementen, Wasseranschluss und fix eingebauten Elektrogeräten ist erst im Laufe des 20. Jahrhunderts entstanden. Die Geschichte der Kücheneinrichtung reicht jedoch viel weiter zurück. Jahrtausende lang wurde am offenen Feuer gekocht und eine einzige Küche versorgte das gesamte Hauswesen – ob am Bauernhof oder in der gesamten Wiener Hofburg.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Entstehung der kompakten Kücheneinrichtung für jede Wohnung. Die 1926 von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entwickelte „Frankfurter Küche“ ist das bekannteste Beispiel dafür. Aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Einbauküchen für breite Bevölkerungsschichten tatsächlich zur Selbstverständlichkeit. Ab den 1970er Jahren suchten Designer hingegen nach neuen Küchenkonzepten. [Text: Museum]

www.hofmobiliendepot.at


Freitag, 27. Februar 2015

Aufgestöbert: Tischlein wechsel dich!




 


















[Fotos: Carl Hansen & Son]

Es lebe die Re-Edition! Das ist momentan das Motto vieler Hersteller. Nun hat der dänische Hersteller Carl Hansen & Son eine Neuauflage des 1970 von Hans J. Wegner entworfenen Tablett-Tischs CH417 lanciert. Wunderbar proportioniert, ist der Tisch mit einem zusammenklappbarem Gestell, beidseitig verwendbarer Tablettauflage und einem Materialmix aus Stahl, Laminat und Holz versehen.

www.carlhansen.com

Samstag, 21. Februar 2015

Die Korbmacher [Sebastian Herkner]




















[Fotos/ Copyright: Sebastian Herkner]

Der Offenbacher Designer Sebastian Herkner war in Binga in Zimbabwe unterwegs. Enstanden ist das Projekt Basket Case II, das auf der Ambiente vorgestellt wurde. "Es ging darum, mit Korbflechtern neues Entwürfe innerhalb ihrer Möglichkeiten umzusetzen. Da es dort sehr einfach zugeht, ohne Strom und Wasser, waren die Möglichkeiten natürlich begrenzt.
Mein Ansatz war es, die Kunstfasern der genutzten Reisssäcke zu verwenden, um farbige Fasern in die sonst rein naturfarbenen Körbe zu integrieren", erklärt der Designer seine Idee.

Entdeckt: JuWare Series [Lin's Ceramic Studio]
























[Fotos: Lin's Ceramic Studio]

Sogar ein kleines Zen-Gärtchen hatte der taiwanesische Hersteller an seinen Messestand auf der Frankfürter Konsumgütermesse Ambiente angedockt. Und in einem kleinen Nebenraum befanden sich Sitzmatten auf dem Boden und ein kleiner Tisch. Wie im letzten Jahr konnte der Besucher einer kurzen Teezeremonie bewohnen und die schönen Teegefäße aus Keramik gleich in echt ausprobieren. Kurz fühlte man sich wie in einer anderen Welt. Schön.

www.aurlia.com